Inkontinenz - Keine Frage des Alters?

6 Millionen Betroffene: 1.5 Millionen Männer, 4.5 Millionen Frauen | Dunkelziffer 9 Millionen Betroffene | Blasenschwäche ist unabhängig vom Alter | Funktionsstörung der Blase mit unkontrolliertem Harnverlust | Tritt meist ab dem 40. Lebensjahr auf | Gründe: körperliche und geistige Leistungseinschränkung, Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall, Demenz und Prostataveränderung, Übergewicht, chronischer Husten, Schwangerschaft, körperliche Anstrengung, zu niedrige Flüssigkeitsaufnahme

Mythen und gefährliches Halbwissen über Blasenschwäche

Peter M. (48) erzählt seiner Familie, dass ihn die Fachkraft aus dem Sanitätshaus darauf aufmerksam gemacht habe, er leide unter Blasenschwäche. Der erste Schritt für eine erfolgreiche Behandlung ist damit getan. Sofort erhält er Tipps zur Behandlung und aufklärende Informationen von den Angehörigen. „Blasenschwäche ist eine Volkskrankheit.“ „Das ist im Alter ganz normal.“ „Am besten wenig trinken.“ „Das ist eine Blasenentzündung, die geht mit der richtigen Arznei schnell wieder weg.“ Als Betroffener will er sich erst an die Ratschläge halten und ist dankbar über die Informationen, denn es hört sich alles im ersten Moment logisch an. Später entscheidet er sich dennoch, die Fachkraft im Sanitätshaus nochmals aufzusuchen, um sich professionell beraten zu lassen. Eine gute Entscheidung.Hier wird ihm nochmals bestätigt, dass er tatsächlich an Blasenschwäche leidet und nicht wie von einem Familienmitglied angenommen, eine Blasenentzündung hat. Der Fachmann erklärt ihm den Unterschied: Üblicherweise handelt es sich bei der Blasenentzündung um eine Infektion der Harnwege mit Bakterien, selten mit Viren, Parasiten oder Pilzen. Keime gelangen dabei von außen über die Harnröhre in die Blase und führen zu einer Entzündung und Reizung der Blasenwand. Es handelt sich also, anders als bei einer Blasenschwäche, um eine eigenständige Krankheit. Seine Blasenschwäche hingegen ist eine Begleiterscheinung, die in Verbindung mit anderen Krankheiten auftritt. Die Symptomatik kann bei Menschen in jedem Alter auftreten sowie beide Geschlechter betreffen. Blasenschwäche ist auch nicht gleich Blasenschwäche, sie kann in Intensität der Ausprägung und ihren Ursachen variieren.

Der Betroffene erzählt von seinem angesammelten Wissen über Blasenschwäche und fühlt sich bestens informiert. Der Fachkraft sind die Tipps der Angehörigen wohl bekannt. Er erklärt, dass das Thema Blasenschwäche sehr vielschichtig ist. Ein unnötig bitterer Beigeschmack sind die hartnäckig anhaltenden Mythen und Unwahrheiten zu Art, Ausprägung und Behandlungsmöglichkeiten. Aufgrund des nach wie vor tabubehafteten Umgangs mit dem Symptom scheuen viele das klärende Beratungsgespräch beim Arzt oder im Sanitätshaus und ziehen eine Selbstbehandlung vor. Aufgrund des „gefährlichen Halbwissens“ fällt diese meist unzureichend und ineffektiv aus. Über die Jahre hinweg haben sich drei Mythen besonders fest in die Köpfe Betroffener implantiert, die die Fachkraft in einem ausführlichen Beratungsgespräch aus der Welt schaffen möchte.

Kurz erklärt

Blasenschwäche, auch Harninkontinenz genannt, bezeichnet eine Funktionsstörung der Blase, bei der es zu einem unwillkürlichen Harnverlust kommt. Zu den häufigsten Formen gehören Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz, Mischinkontinenz und Überlaufinkontinenz.

Belastungsinkontinenz:

• Urinverlust bei physischer Belastung, z.B. beim Niesen, Husten, Lachen, aber auch in einer stressigen Situation

• Grund ist die Abschwächung der Beckenbodenmuskulatur

Dranginkontinenz:

• Harnlassen in geringer Menge zwischen den bewussten Harnausscheidungen oder in Form der völlig unkontrollierten Blasenleerung

• Blasenmuskeln ziehen sich zum falschen Zeitpunkt zusammen und verursachen somit den ständigen Harndrang

• Blase wird schon bei geringerer Auffüllung zu einer unfreiwilligen Entleerung gereizt

Mischinkontinenz:

• Verbindet die Eigenschaften der Belastungs- und Dranginkontinenz

• Unkontrolliertes Harnlassen während einer physischen Belastung verbunden mit einem Dranggefühl

Überlaufinkontinenz:

• Verzögerter Beginn der Blasenentleerung und Gefühl einer nicht vollständig entleerten Blase und Harntröpfeln setzen ein

• Ständiger Harndrang

• Mögliche Folgen: Harnwegsinfekte, Verkleinerung der Blasenkapazität und Reduzierung der Trinkmenge machen sich durch Brennen beim Wasserlassen bemerkbar

Schweregrade:

• Reicht von leichter über mittlerer bis zur schweren Blasenschwäche

• Gestaffelt nach Urinmenge

• Unterscheidung in verschiedene Stufen hilft, die richtigen Produkte, als auch die richtige Behandlungsmethode auszuwählen

These 1: „An Blasenschwäche leiden nur Frauen“

Im Volksmund wird Blasenschwäche meist auch als „Frauenkrankheit“ bezeichnet. Dies war auch einer der Gründe, warum Peter M. sein Problem erst mal für sich behalten und es als unabänderliches Schicksal angenommen hat. Blasenschwäche selbst ist im Grunde ungefährlich, wird ihm erklärt. Doch die Folgen für die Psyche waren anfangs für ihn verheerend. Nicht zuletzt, weil ihr das Stigma der Frauenkrankheit anhaftet und das Frauen im Gegensatz zu ihm an die Verwendung ähnlicher Hygieneartikel gewöhnt sind. Zum Schamgefühl auf Vorlagen angewiesen zu sein, das ungewohnte Gefühl der Produkte auf der Haut und fehlende Kenntnisse über deren Verwendung kamen erschwerend hinzu. Der Fachmann gibt zu verstehen, dass es sich bei Blasenschwäche keineswegs um eine Frauenkrankheit handelt, auch wenn mehr Frauen als Männer davon betroffen sind. Blasenschwäche tritt bei beiden Geschlechtern auf und das unabhängig vom Alter.

These 2: „So wenig wie möglich trinken“

Der Tipp, durch die Reduzierung der Flüssigkeitszufuhr eine schnelle und naheliegende Lösung zu erhalten, um dem Problem Blasenschwäche zu begegnen, hat sich im ersten Moment logisch für den Betroffenen angehört. Die Fachkraft erklärt ihm, das Ausscheiden von konzentrierter Urinflüssigkeit jedoch eine Blasenirritation mit sich bringen kann. Diese wiederum fördert die Blasenschwäche, sodass die reduzierte Wasseraufnahme sich zusätzlich negativ auf seine Situation auswirkt. Die Aufnahme von ausreichend Wasser hilft zudem, die Bildung von Gerüchen zu reduzieren.

These 3: „Bettlägerige mit Blasenschwäche leiden unter Dekubitus“

Auch wenn er noch gut zu Fuß ist und hofft, nie in die unangenehme Situation zu kommen, möchte sich Peter M. über Blasenschwäche bei Bettlägerigen und Dekubitus informieren. Der Fachmann stimmt ihm zu, dass bettlägerige Menschen, die betroffen sind, für Hautreizungen und Dekubitus besonders anfällig sind. Harn und Stuhl greifen aufgrund ihres alkalischen pH-Wertes den Säureschutzmantel der Haut an, die gegebenenfalls durch altersbedingte Veränderungen bereits geschwächt ist. Dieses feuchtwarme Milieu sowie der Dauerdruck begünstigen die Entstehung von unerwünschten Hautveränderungen. Der Fachmann findet jedoch beruhigende Worte für den Interessenten. Entsprechende Pflege, regelmäßiges Wechseln der Position sowie die Verwendung von atmungsaktiven Hygieneprodukten helfen, die unangenehmen Beschwerden zu vermeiden. Die tägliche Hautpflege erfordere zwar bei bettlägerigen Personen besondere Aufmerksamkeit und Systematik, doch dank professioneller Körperpflegeprodukte ist die Hygiene und Dekubitusprophylaxe heutzutage sehr einfach zu handhaben. Für die besondere Wirkung dieser Pflegeprodukte sind die enthaltenen Aktivstoffe verantwortlich.

Ursachen für Blasenschwäche:

Schwangerschaft:

• Vermehrte Progesteronbildung macht das Gewebe weich, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten

• Stärker durchbluteter Beckenraum steigert Nierentätigkeit und Urinproduktion

• Wachsende Gebärmutter sowie Gewicht des Kindes drücken auf die Blase und reduzieren das Fassungsvermögen. Dieses liegt im Schnitt bei Frauen bei 250 - 550 ml

Blasenentzündungen:

• Werden häufig durch Darmbakterien ausgelöst.

• Chronische Blasenentzündungen können die Blasenwand schädigen und eine überaktive Blase zur Folge haben

• Risikofaktoren sind: Unterkühlungen, falsche Intimhygiene, ein geschwächtes Immunsystem, Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Syndrom bzw. Honeymoon-Zystitis)

Diabetes:

• 2/3 der Typ-2-Diabetiker leiden unter Harndrangproblemen

• Vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie)

• Zahlreiche Blasenentleerungen mit kleinen Mengen (Pollakisurie)

• Grund: Dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt offenbar die Nerven, die die Blasenentleerung steuern

• Überaktive Blase (vorzeitige Entleerung, auch, wenn sie nur gering gefüllt ist)

• Oder Überlaufinkontinenz

Psychologischer Aspekt:

• Betroffene neigen dazu sich selber auszugrenzen, indem oft alltägliche Situationen vermieden werden,z.B. lange Autofahrten, Kino, Reisen, Bummeln

• Ständiges Ausschauhalten nach Toiletten und häufige Toilettengänge sind vielen sehr unangenehm und man versucht sich fataler Weise in die soziale Isolation zu retten

• Erzwungenes Wasserlassen zur Sicherheit fördert das Ausscheiden konzentrierten Urins, was die Blasenschwäche verstärken kann

Der Druck auf Inkontinenzmittel steigt

Am Ende der aufschlussreichen Beratung möchte Peter M. sich über mögliche Hilfsmittel informieren und wissen, worauf er achten sollte. Besonders Alternativen für den Mann sind für ihn von Interesse. Ihm wird versichert, dass die Anbieter dieser Produkte sich zur Aufgabe gemacht haben, den Bedürfnissen der Anwender gerecht zu werden, um ihnen einen normalen Alltag zu ermöglichen. Unabhängig von Alter, Geschlecht und Ausprägung existieren Hygiene- und Pflegeprodukte auf dem Markt, die eine optimale Versorgung sicherstellen. Wichtige Eigenschaften sind Atmungsaktivität, Aufnahmevolumen, Absorbtionsgeschwindigkeit und die Rücknässung. Die Pflege beanspruchter Haut durch Hautpflegeprodukte mit einem angepassten pH-Wert für den jeweiligen Anwendungsbereich komplettiert die ganzheitliche Inkontinenzversorgung.

Der Fachmann empfiehlt „Seni“ als einen der führenden Anbieter von atmungsaktiven und hochwertigen Produkten für jede Form der Blasenschwäche. Von Einlagen über Slips bis zu Inkontinenzunterwäsche und Bettschutzunterlagen lässt sich eine umfassende Versorgung sicherstellen. Die besonders atmungsaktiven und saugstarken Produkte verleihen das Gefühl von Sicherheit und Komfort. Um Hautirritationen vorzubeugen, weist er auf die Seni Care Produktlinie hin. Er stellt Peter M. die speziell für den Mann entwickelte, atmungsaktive und anatomische Einlage „Seni Man“ vor. Er versichert, dass sie ein aktives Leben ermöglicht und durch Tragekomfort, Sicherheit sowie Diskretion besticht. Die anatomischen Einlagen passen sich ideal dem Körper an und sind unsichtbar, selbst bei eng anliegender Kleidung.

Männer, die sich nicht an die Einlagen gewöhnen können oder sie als störend empfinden, können auf die latexfreien Kondom-Urinale der Firma Coloplast zurückgreifen. Die Fachkraft präsentiert dem im ersten Moment noch skeptisch reagierenden Peter M. das selbsthaftende Produkt und erklärt die Vorzüge. Ein Ziehharmonika-Knickschutz sorgt für eine sichere Verbindung zum Urinbeutel und der Abrollstreifen sorgt für ein einfaches und gleichmäßiges Abrollen sowie eine sichere Haftung. Sie bieten diskreten Geruchschutz und ermöglichen dem Anwender den Alltag ohne belastende Gedanken an sein Hilfsmittel und seine Blasenschwäche zu verschwenden.

Herr M. bedankt sich bei der Fachkraft für dessen Beratung und verlässt mit einem guten Gefühl und dem für sich richtigen Hilfsmittel das Sanitätshaus.

Übungen für Ihr Beckenbodentraining finden Sie hier: http://seni.de/gesundheit/trainingsprogramm/kegelubungen

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