Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege

Das Thema Pflege wird für unsere alternde Gesellschaft in Zukunft immer wichtiger.

In Deutschland sind bereits mehr als 4,1 Millionen Menschen pflegebedürftig - davon werden rund 76 % von pflegenden Angehörigen und privaten Pflegediensten häuslich betreut. (Quelle: www.statista.de) Unter den aktuellen Bedingungen werden immer mehr Pflegebedürftige von ihren Familien zu Hause betreut.


Ab wann ist ein geliebtes Familienmitglied pflegebedürftig?

Die Pflegebedürftigkeit wird im § 14 Sozialgesetzbuch XI definiert und bezeichnet einen Zustand, in dem eine Person mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung ihren Alltag auf Dauer (mindestens 6 Monate) nicht mehr selbständig bewältigen kann. Oftmals ist dieser Zustand altersbedingt. Die pflegebedürftige Person ist für gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf die Pflege oder Hilfe durch andere Personen angewiesen.

Als Krankheiten oder Behinderungen gelten u.a. Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat, Störungen das zentrale Nervensystem betreffend, wie z.B. Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen und geistige Behinderungen.

Die Pflegebedürftigkeit wird durch die Pflegekasse entschieden, die sich dafür am Gutachten des MDK - (medizinischer Dienst der Krankenkassen) orientiert. Mit der Pflegebedürftigkeit wird ein Pflegegrad (I, II, III, IV, V) bestimmt, nach dem sich in der Folge die Pflegesachleistungen, das Pflegegeld und die Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln und Hilfsmitteln richtet.

Im Folgenden wollen wir auf die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel näher eingehen und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie sich Ihre Pflegehilfsmittel unkompliziert, kostenfrei und monatlich nach Hause liefern lassen können.

 

Was sind zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel eigentlich?

Pflegehilfsmittel sind Produkte, die Ihnen die häusliche Pflege ermöglichen oder erleichtern.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind z.B. Bettschutzauflagen, Flächendesinfektion, Händedesinfektion, Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz und Schutzschürzen.

Das Hilfsmittelverzeichnis unterscheidet Pflegehilfsmittel nach den folgenden zwei Produktgruppen:

  • PG51 - erstattungsfähige, wiederverwendbare Pflegehilfsmittel

       
         Beispiel: wiederverwendbare / waschbare Bettschutzauflagen

  • PG54 - erstattungsfähige, zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
     

         Beispiel: Bettschutzauflagen für den Einmalgebrauch

 

Einige zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Überblick:

Bettschutzauflagen - alternativ Bettschutzeinlagen oder Bettschutzunterlagen - sollen Matratzen und dessen Bezug vor Nässe (Körperflüssigkeiten) und Verunreinigungen schützen.

Unterschieden werden Bettschutzauflagen für den Einmalgebrauch (PG 54) und wiederverwendbare waschbare Bettschutzauflagen (PG 51).

Flächendesinfektion kommt bei Kontaktflächen z.B. im Bereich des Bades oder der Küche zum Einsatz, bei denen die Gefahr besteht, dass diese mit Keimen bzw. Krankheitserregern verunreinigt sein können. Eine regelmäßige und gründliche Anwendung minimiert das Infektionsrisiko für alle Beteiligten.

Handdesinfektion wird im Rahmen der Basishygiene zur Verringerung von Krankheitserregern auf der Haut angewendet. Eine gewissenhafte Anwendung senkt das Infektionsrisiko für den Pflegenden und den Pflegebedürftigen.

Handschuhe bzw. Einmalhandschuhe - werden im Rahmen der Basishygiene zum Schutz der Pflegeperson vor Krankheitserregern und Verunreinigungen genutzt. Außerdem senkt der Einsatz von Handschuhen das Infektionsrisiko für den Pflegenden und den Pflegebedürftigen.
Einmalhandschuhe werden durch ihre Eigenschaften und ihre leichte Anwendbarkeit zu einem wichtigen Pflegehilfsmittel.

Mund-Nasen-Schutz kann die Tröpfcheninfektion in geschlossenen Räumen verhindern.

Schutzschürzen bestehen aus wasserabweisendem Material und schützen Sie und Ihre Kleidung vor Verschmutzungen während der Pflegetätigkeit.

 

Welche Voraussetzungen gibt es für eine Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln?

Pflegebedürftige haben unter bestimmten Voraussetzungen einen gesetzlichen Anspruch auf eine monatliche Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln durch die Pflegekasse. 

Die folgenden Voraussetzungen müssen für die Kostenübernahme erfüllt sein:

  1. Es muss ein Pflegegrad der Stufe 1 - 5 vorliegen (ehemals Pflegestufe 0, 1, 2, 3).
  2. Die pflegebedürftige Person lebt zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft (nicht in einer stationären Senioreneinrichtung oder einem Pflegeheim).
  3. Die pflegebedürftige Person wird von einer Privatperson allein oder gemeinsam mit einem ambulanten Pflegedienst betreut.


Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, gibt es unterschiedliche Wege, um die Pflegehilfsmittel zu erhalten. Eine praktische und sehr komfortable Möglichkeit für den Bezug sind Lösungen, die Ihnen eine kostenfreie monatliche Abo-Lieferung bieten und Ihnen somit die Pflege in den eigenen vier Wänden erleichtern.

 

Vorteile einer kostenlosen Abo-Lieferung

  • Keine Vorleistung - Abrechnung erfolgt direkt mit der Pflegekasse.
  • Zeitersparnis - bequeme und kostenfreie Lieferung direkt zu Ihnen nach Hause.
  • Kostenersparnis - Pflegehilfsmittel ohne Zuzahlung.


Eine einfache und sehr bequeme Belieferung mit Pflegehilfsmitteln bietet Ihnen Seeger - Das Gesundheitshaus mit „PflegeGut“ an.

Mit „PflegeGut“ erhalten Sie monatlich Ihre Pflegehilfsmittel, die über die Pflegekasse abgerechnet und direkt zu Ihnen nach Hause geliefert werden.  Wir bieten Ihnen individuelle Paket-Lösungen an, die Ihren Ansprüchen an die tägliche Pflege gerecht werden.

 

Wie kann ich PflegeGut beantragen?

Sie erhalten Ihren persönlichen Antrag auf Kostenübernahme direkt von Seeger - Das Gesundheitshaus - in der Filiale oder hier - direkt zum PflegeGut-Antrag.

Dafür können Sie zum Beispiel in eine unserer Filialen gehen und den Antrag direkt vor Ort ausfüllen oder zum Ausfüllen mitnehmen. Gern können Sie uns auch den Antrag im kostenfreien Antwortumschlag zu senden.  Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, kümmern wir uns um alle weiteren Formalitäten und um die Einreichung bei Ihrer Pflegekasse. Ihre monatliche Belieferung startet unmittelbar nach der Genehmigung Ihres Antrages durch Ihre Pflegekasse - versandkostenfrei und direkt nach Hause oder zu der von Ihnen beauftragten Pflegeperson.

 

Für Sie wichtig, wenn Sie den Antrag für PflegeGut ausfüllen:

  • Unterschrift - der Antrag muss unbedingt von Ihnen oder einem Bevollmächtigten unterschrieben werden.
  • Name der Angehörigen/Bevollmächtigten müssen der Pflegekasse bekannt sein.
  • Name und Versicherungsnummer der Pflegekasse benötigen Sie für die Antragstellung.
  • Geben Sie unbedingt die gewünschte Handschuhgröße an.
  • Wer soll die Lieferung erhalten bzw. in Empfang nehmen? Pflegebedürftiger oder private Pflegeperson?

Und so funktioniert es:

 

PflegeGut - Welche Pflegehilfsmittel sind in der monatlichen Lieferung enthalten?

Natürlich stimmen wir Ihr persönliches Pflegehilfsmittel-Paket gern gemeinsam mit Ihnen ab.

 

Folgende Möglichkeiten haben Sie zur Auswahl:

Ihre PflegeGut Vorteile zusammengefasst:

  • Beratung - Unsere FachberaterInnen stehen Ihnen Rede und Antwort.
  • Keine Formalitäten - Kümmern Sie sich um Ihre Lieben, wir kümmern uns um die Formalitäten.
  • Flexibilität - Anpassungen der Paketinhalte sind monatlich möglich.
  • Keine Vertragsbindung - und damit jederzeit kündbar.
  • Qualität - Sie erhalten ausschließlich Produkte namhafter Hersteller.
  • Zuzahlungsfrei - Die Kosten übernimmt die Pflegekasse.
  • Versandkostenfrei - Versand erfolgt kostenfrei an die Adresse Ihrer Wahl.

Wichtig zu wissen - Die Pflegehilfsmittelpauschale


Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf „zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen“ (EpiLageFortgeltungsG) am 4. März 2021 beschlossen.  Mit dem Gesetzentwurf wurde auch die Pflegehilfsmittelpauschale in Höhe von 60 Euro bis zum 31. Dezember 2021 festgesetzt. Der Grund dafür sind die gestiegenen Produkt- und Rohstoffkosten, z. B. bei Handschuhen, Desinfektionsmitteln und Mundschutz im Zuge der Pandemie. Des Weiteren wirkt sich auf die Beschaffung dieser Pflegehilfsmittel eine Rohstoffknappheit aus.  In der Folge war eine Versorgung der Pflegebedürftigen im Rahmen der monatlichen Pauschale in Höhe von 40 Euro kaum noch machbar. Die Pflegehilfsmittelpauschale wurde daher rückwirkend zum 1. April 2020 von 40 Euro auf 60 Euro erhöht, die Versorgung durch zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sicherzustellen.

Bei welcher Anlaufstelle kann ich mich beraten lassen?

Ausführlichere Informationen zum Thema Pflege erhalten Sie in den Filialen von Seeger – Das Gesundheitshaus und bei Bedarf bei den folgenden Anlaufstellen, u.a. Hausarzt, Facharzt, behandelnde Klinik, bei Ihrer Krankenkasse oder Pflegekasse, bei unabhängigen Patientenberatungen, Sozialdienste, Sozialamt, Seniorenberatungen und Selbsthilfegruppen.

Wir helfen Ihnen gern weiter- unsere FachberaterInnen stehen Ihnen Rede und Antwort.

Auf Grund unserer Erfahrung, wissen wir, dass die Versorgung von Pflegebedürftigen eine große emotionale, körperliche, zeitliche als auch finanzielle Herausforderung für die Angehörigen bedeuten kann. Deshalb möchten wir Sie gern als verlässliches Familienunternehmen von der Beantragung bis zur monatlichen Belieferung mit kostenfreien Pflegehilfsmitteln unterstützen und Ihnen so einen Teil des Aufwandes abnehmen.  

 

Service-Hotline: (030) 338538-122

Service-Fax: (030) 338538-119

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