Im Gespräch mit Thomas Zoellner, Geschäftsführer Sport-REHA Berlin

Nach Klinikaufenthalten oder bestimmten Erkrankungen ist es notwendig, verschiedene Rehabilitationsmaßnahmen ambulant durchzuführen. Seit mehr als 20 Jahren bietet die Sport-REHA Berlin ein umfangreiches Behandlungszentrum in den Bereichen Rehabilitation, Prävention sowie der ganzheitlichen Betreuung den Patienten an.
© Thomas Zoellner

Mehr Leben: Am Standort Alte Rhinstraße, direkt in der Pyramide an der Landsberger Allee, befinden sich die Räume der Sport-REHA Berlin. Welche Behandlungsschwerpunkte werden in Ihrer Einrichtung den Kunden und Patienten angeboten?

Thomas Zoellner:
Im Wesentlichen sind wir ein ambulantes Rehabilitationszentrum. Zusätzlich bieten wir Physiotherapie, Osteopathie, Ergotherapie sowie verschiedene Präventionsprogramme, z.B. Rehabilitationssport an. Neben einer klassischen ambulanten Rehabilitation gibt es auch noch die Möglichkeit, den Schwerpunkt auf die Sportart- oder die Arbeitsplatzspezifik zu setzen.


ML: Wie kommen die Kunden oder Patienten zu Ihnen? Wie werden sie hier betreut, was erwartet die Kunden in Ihrer Einrichtung?

Thomas Zoellner:
Die meisten Patienten werden mit einer medizinischen Verordnung direkt von ihrem behandelnden Arzt geschickt oder nach einem Krankenhausaufenthalt durch die Klinik überwiesen. Durch die Komplexität unserer Einrichtung und das Zusammenwirken von Ärzten, Physiotherapeuten, Sport- oder Ergotherapeuten und Masseuren, ergänzt durch eine Psychologin, eine Ernährungsberaterin, eine Sozialdienstmitarbeiterin und einem eigenen Fahrdienst können wir ein breites Angebot an verschiedenen Therapien anbieten. Diese Therapiekonzepte können durch eine modern ausgestattete medizinische Trainingstherapie sowie durch unsere modernen Therapiegeräte sehr komplex gestaltet werden. Stellvertretend von den Geräten möchte ich das AlterG Laufband nennen, welches bis zu 80 Prozent des Körpergewichts beim Training reduziert und somit ein frühzeitig funktionelles Training ermöglicht. Auch der Spacecurl, ein dreidimensionales Trainingsgerät, wird für ein komplexes Koordinationstraining eingesetzt.


ML: Woher weiß der Patient, welche Maßnahmen für ihn die richtigen sind, an welchen Geräten er welche Übung machen soll und wie oft und wie lange?

Thomas Zoellner:
Je nach Genehmigung durch die gesetzlichen Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung, durch die Berufsgenossenschaften nach einem Unfall sowie natürlich auch ganz privat wird der Patient durch einen Facharzt bei uns aufgenommen. Nach einer durchgeführten Befundung wird mit dem Therapeutenteam ein Therapieplan erarbeitet und die entsprechenden Maßnahmen festgelegt. Inhalte können krankengymnastische und trainingstherapeutische Therapien, Ergotherapien, verschiedene Massagen oder Lymphdrainagen, physikalische Maßnahmen oder verschiedene indikationsspezifische Gruppentherapien sein. Zwischenzeitlich werden die Therapieinhalte dem aktuellen Befund angepasst. In der Regel handelt es sich um 10 bis 15 Behandlungseinheiten, die auch durch den behandelnden Arzt verlängert werden können. Die Therapiedauer am Tag kann 4 bis 6 Stunden umfassen.


ML: Welche Therapieziele sollen denn mit den verschiedenen Maßnahmen erreicht werden?

Thomas Zoellner:
Die individuellen Ziele des Patienten sollten berücksichtigt werden. So können das besondere berufsspezifische Belastungsanforderungen sein. Aber auch beim Leistungssportler sind die sportartspezifischen Bewegungsabläufe genauso zu berücksichtigen wie beim Amateursportler. Für viele Patienten ist es auch einfach wichtig, das normale Alltagsleben wieder zu meistern und Lebensqualität zurück zu gewinnen. Jeder Patient, der die Sport-REHA abgeschlossen hat, soll motiviert werden, weiterhin Sport zu treiben, um das Wiederauftreten von Verletzungen oder Schmerzzuständen zu vermeiden. Sport und Bewegung dienen dem allgemeinen Wohlbefinden und dem Stressabbau und sind so jedem zu empfehlen. Auch hierzu bieten wir individuelle Programme an. Sport soll Spaß machen und jeder kann sich auf seine Art und Weise aktiv betätigen.


ML: Auch Leistungssportler gehören zu Ihren Kunden. Wie sieht hier die Rehabilitation aus?

Thomas Zoellner:
Im Leistungssport ist davon auszugehen, dass der Sportler 110 Prozent von seinem Körper abverlangen muss. Jeder verletzte Profisportler muss sich zurückkämpfen und täglich sein Rehabilitationsprogramm engagiert absolvieren. Wichtig ist dabei, dass sportartspezifische Belastungsformen in die Therapie integriert werden. Das professionelle Training beginnt für den Leistungssportler schon in der Reha. Ist der Sportler erfolgreich therapiert, geben wir Individuelle Empfehlungen an den jeweiligen Verein, seinen Trainer oder Therapeuten mit.


ML: Können denn die Ärzte für die Patienten alles verordnen?

Thomas Zoellner:
Der Arzt kann nur entsprechend des vorliegenden Krankheitsbildes verordnen. Im System der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Ärzte angehalten, sich an den Heilmittelkatalog zu halten, hinzu kommen Budgetierungen. Wer auf seine Gesundheit hält, kann auch mit seinen eigenen Mitteln etwas für seine Gesundheit ausgeben. Sozusagen als Investition in eine gesunde Zukunft. Gesundheit ist Lebensfreude, ohne Gesundheit keine Lebensfreude.


ML: Herr Zoellner wir bedanken uns für dieses interessante Gespräch.

 

Kontakt:


Sport-REHA GmbH Berlin
Alte Rhinstraße 16, 12681 Berlin

Telefon: 030 / 54 91 20 95
Telefax: 030 / 54 91 20 96

E-Mail: info@sport-reha-berlin.de

 

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